Und ich finde die Worte nicht, ich finde einfach die Worte nicht.
Denn wann immer ich draußen bin, weg von allem, kommen tausend Worte in mich rein und füllen mich mit sich an, dass ich sie nicht mehr trennen kann. Doch wenn ich dann alleine bin und mit Stift vor Papier sitze - leeres weißes Blatt - ist kein Wort mehr da. Alles ist leer.
Ich spüre, wie ich zerbreche, erst innerlich, dann äußerlich. Bald kann man den ersten Bruch sehen, wo es wieder beginnt. Und ich sehe nur dem stetigen Verfall zu und warte auf die Worte, die kommen und gehen. Und wenn sie kommen, will ich sie festhalten, mit all meiner Kraft, doch sie bleiben nie. Und immer wieder gehen sie fort und nehmen ein Stück von mir mit sich.
Und so verliere ich langsam mich.
Ich mochte stets mein Weltbild mit dem Erdloch, der Wiese und dem Himmel, das ich einst in mein Tagebuch malte. Je nachdem in welcher Lage ich mich befinde, kann ich einordnen, wo ich in dieser Welt bin. Mal stehe ich auf der Wiese, oder liege im Gras. Das Glück lässt mich abheben und im Himmel schweben, zwischen den Wolken hindurch. Und an den dunklen Tagen bin ich im Erdloch und springe herum, um wieder hinauf zu kommen.
Doch gestern wurde mir klar, dass ich mich vielleicht all die Zeit irrte. Was wäre wenn ich das Erdloch nie verließ? Wenn ich, als ich damals in ihm landete, einfach aufgab, die Augen schloss und nur in meiner Vorstellung entkam? Wenn alles, was seitdem war, ich nur erträumte?
Am Rand der Metaphern wartet die Angst vor der Wahrheit.