Über die Feiertage habe ich zugenommen. Heute war wieder Waage-Tag und die +1,5 sind zwar äußerst deprimierend, aber irgendwie erträglich. Generell ist gerade alles etwas besser. Ich lebe zur Zeit von Luft und Liebe und das ist schön und gefährlich zugleich. Denn ohne Nahrung kann ein Mensch nicht lange überleben, das habe ich bereits am eigenen Leib erfahren. Und ich habe es bei anderen oft genug gesehen. Doch denen geht es jetzt besser und mir auch, oder?
Und da ist dann noch er. Wir sind jetzt zusammen. Ich war Single und bin es jetzt nicht mehr und das ist schön und gefährlich zugleich. Ich bin seins, er ist meins und das Leben könnte so schön sein. Wären da nicht die 1,5 mehr, die mich fertig machen. Wäre da nicht die Angst, sie nicht wieder los zu werden. Die Therapie hat gestern begonnen und vielleicht könnte sie diesmal wirklich funktionieren. Wenn ich das will. Doch darüber mag ich mir gerade keine Gedanken mache. Ebenso wenig über den ständigen Schwindel und darüber, dass ich an Neujahr auf dem Boden der Tanzfläche lag und mir ein Türsteher ins Gesicht leuchtete. Ich bin gerade nicht besonders reflektiert und das macht mir ebenso viel Angst wie Hoffnung. Und das schlimmste ist, dass ich selbst darüber zu wenig reflektiere. Ob ich also nach dem momentanen Anlauf nehmen abhebe oder im Erdloch lande ist ungewiss und ich kann es nicht vorhersehen. Aber Luft und Liebe schmecken zu gut, um auf sie zu verzichten und wer braucht da schon Gedanken und Reflexionen?
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen