Montag, 20. September 2021

Überleben

Kann mich mal wer kneifen? 
Ständig spüre ich den Schmerz, 
die Erinnerung, dass ich lebe, dass das hier real und mein Leben, meine Wirklichkeit ist. 

Gestern hat mich wer gefragt, ob ich Schmerzen habe und das hab ich meistens, die normale Menge halt, die bei mir schon seit Ewigkeiten nicht null ist. Aber an den meisten Tagen komm ich ohne Schmerzmittel aus und für die anderen ist mein Vorrat groß genug. 
Das hier ist mein gesundes Ich, das gesündeste, dass ich seit ewig war und doch ist es mein chronisch krankes Ich. So langsam habe ich meinen Frieden damit gefunden, wie mein Körper ist und das er mir eben nicht alles ermöglicht, dass ich mir wünsche. Aber er ermöglicht mir doch so viel. Ich habe so viel Leben und auch wenn es nie Alles sein wird, ist es doch mehr als ich je erwartet habe. Manchmal gilt es einfach dankbar zu sein und Gott, ich bin so dankbar für das, was mein Leben ist. Ich habe nie geglaubt, dass ich mal so ein Leben haben könnte und ich mag mich gerne. 
Ich pass auf mich auf. 

Ein Teil von mir fürchtet noch den Absturz, das Ende, aber das ist wohl einfach die Gewohnheit. 
Ich plane noch immer nicht zu weit in die Zukunft aus Angst, dass alles wieder zusammen stürzt, aber seit einer Weile träume ich von Dingen, die noch Monate oder Jahre entfernt liegend. 
In meinem Kopf überlebe ich; Ich überlebe auch noch die nächsten 7 Jahre und vielleicht auch die danach und dann sehen wir mal weiter.
 
Ich glaube, das hier kann ein Leben sein, das bleibt

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