Mittwoch, 8. November 2017

Kleine Siege feiern

Heute gab es Müsli zum Frühstück, Müsli mit Joghurt.
Das mag langweilig klingen, doch manchmal ist Langeweile gut. Für mich ist es ein kleiner Sieg.

Früher war Müsli mit Joghurt mein normales Frühstück. Inzwischen war es meist ein Knäckebrot mit Frischkäse oder ein Apfel oder auch all zu oft nichts. Und ja, ich weiß, dass das nicht gut ist. Doch etwas zu wissen oder danach zu handeln sind zwei verschiedene Dinge. Das weiß ich nur zu gut. 
Heute habe ich gehandelt. Ein normales Frühstück. Und es ist drin geblieben.
Und natürlich habe ich mich danach furchtbar und fett und alles gefühlt, doch es hat funktioniert. 

Ich bin nicht so stolz, wie ich sein sollte. Zu stark ist die Stimme in mir, die mich dafür verurteilt, dass ich gegessen habe. Und auch wenn ich weiß, dass diese Stimme die Essstörung ist, glaube ich ihr manchmal noch immer. Das ist wahrscheinlich ein Teil des Problems. Doch wie neulich jemand zu mir sagte, ich habe es schon mal geschafft, mich von der Krankheit zu entfernen, und das werde ich auch wieder schaffen, da bin ich sicher. Das danach, das Wegbleiben, das ist das eigentlich schwierige. Und das werde ich noch lernen müssen.

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